BFI modelliert biologische Prozesse
Wie entsteht aus einer einzigen Zelle ein komplexes Lebewesen? Dieser faszinierenden Frage gingen die beiden Klassen der Berufsfachschule I, mit den Schwerpunkten Gesundheit/Pflege und Hauswirtschaft im fachpraktischen Unterricht auf eine kreative Weise nach. Statt nur aus Lehrbüchern zu lernen, modellierten die Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Stadien der menschlichen Embryonalentwicklung plastisch aus Ton. Das ambitionierte Projekt kombinierte wissenschaftliche Genauigkeit mit handwerklichem Geschick. In Kleingruppen aufgeteilt, erarbeiteten sich die Jugendlichen zunächst die theoretischen Grundlagen: Von der Befruchtung der Eizelle über die ersten Zellteilungen bis hin zur Ausprägung erster Organe und Gliedmaßen in den späteren embryonalen Phasen. Anschließend ging es an die praktische Umsetzung. Mit großem Eifer und viel Liebe zum Detail formte die Lerngruppe aus Ton die filigranen Strukturen. Dabei war Fingerspitzengefühl gefragt, um die winzigen Proportionen und die charakteristischen Veränderungen der einzelnen Entwicklungsstadien maßstabsgetreu und erkennbar darzustellen. „Es war eine tolle Erfahrung zu sehen, wie die graue Theorie plötzlich in unseren Händen Form annahm“, berichtete ein beteiligter Schüler. Auch die betreuende Lehrkraft, Anny Freymann, zeigte sich begeistert vom Engagement und den Ergebnissen der beiden Klassen: „Durch das Modellieren begreifen die Jugendlichen die biologischen Prozesse viel besser.“ Die fertigen Tonmodelle wurden im Anschluss im Schulgebäude ausgestellt. Die beeindruckende Chronologie des Lebens zog viele interessierte Blicke von Mitschülern und Lehrkräften auf sich und zeigte eindrucksvoll, wie moderner und anschaulicher Unterricht in der BF1, im Bereich Pflege und Gesundheit, aussehen kann.







