Mit einem festlichen Programm in der Aula der Abteilung Technik der BBS Idar-Oberstein feierte die Fachschule Sozialwesen am Donnerstag, den 11. Juni 2026, die Verabschiedung ihres Abschlussjahrgangs. Über 250 Gäste, Absolventinnen und Absolventen, ihre Familien und Lehrkräfte kamen zusammen, um gemeinsam auf eine intensive, lehrreiche und von echtem Zusammenhalt geprägte Ausbildungszeit zurückzublicken.
Mehr als ein formaler Abschluss
Schulleiter Markus Müller eröffnete den Abend mit einer persönlichen Begrüßungsrede, in der er die Bedeutung solcher Feierlichkeiten betonte: „Verabschiedungsfeiern wie diese sind mehr als ein formaler Abschluss – sie spiegeln Verbundenheit, gewachsene Beziehungen und gemeinsames Lernen wider.“ Er blickte stolz auf nunmehr fünf Jahre Fachschule Sozialwesen in Idar-Oberstein zurück und dankte den Absolventinnen und Absolventen dafür, dass sie sich seinerzeit für diese Schule entschieden haben.
Müller zeichnete auch das Berufsfeld nach, das die Absolventinnen und Absolventen erwartet: steigende psychische Belastungen in allen Altersgruppen, wachsende soziale Ungleichheiten und eine anhaltend hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in Kitas, Horten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. „Sie kommen zur richtigen Zeit – und am richtigen Ort: mitten in die Praxis, die Sie braucht“, schloss er seinen Appell an die künftigen Erzieherinnen und Erzieher.
Verantwortung als Kern des Berufs
Abteilungsleiter Patrick Kandels rückte in seinem Grußwort einen Gedanken in den Mittelpunkt, der ihn nach eigener Aussage persönlich stark bewegt: Verantwortung – insbesondere in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Technisierung. „Ihr Beruf stellt Sie vor Anforderungen, die keine KI und keine Technik jemals lösen kann, weil hierfür eine menschliche Eigenschaft benötigt wird, die keine Maschine haben kann: die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen“, betonte Kandels.
Er griff dabei auch ein päpstliches Schreiben auf, das wenige Wochen zuvor erschienen war, und zitierte daraus sinngemäß: Technik sei dann gut, wenn sie uns allen helfe und unser Leben verbessere – „und menschlich bleibe“. Im Beruf der Erzieherin und des Erziehers, so Kandels, werde täglich gelebt, was er als Grundpfeiler jeder stabilen Gemeinschaft bezeichnet: das Bewusstsein von Verantwortung für sich selbst und für andere.
Den frisch ausgezeichneten Fachkräften sprach er ausdrücklichen Respekt aus: „Für die Übernahme dieser Verantwortung in Ihrem Beruf bewundere ich Sie.“
Stimmen des Jahrgangs
Einen bewegenden Moment des Abends lieferten die Absolventen Hannah Müller und Dennis Röder, die im Namen ihres Jahrgangs die gemeinsame Schulzeit Revue passieren ließen. Mit einer humorvollen wie nachdenklichen Rede – die unter anderem das legendäre „Spaßglas“ für schöne Momente erwähnte – erinnerten sie an die besondere Lernkultur ihrer Klasse, in der aus jedem Material etwas Pädagogisches entstand. Als zentralen Satz ihrer Zeit nannten sie: „Man muss nicht derselben Meinung sein, man muss nur miteinander umgehen können.“ Der Dank des Jahrgangs galt den Lehrkräften und den Familien, die sie auf dem Weg begleitet und unterstützt haben.
Ehrenpreise und Zeugnisübergabe
Der Förderverein der Schule würdigte besonderes Engagement mit einem Ehrenpreis: Ausgezeichnet wurden die Schülerinnen Hannah Reusch und Hannah Müller. Die feierliche Zeugnisübergabe übernahm Klassenlehrer Dirk Wirtz. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Karina Britzius-Müller und Natalia Schinhofen, die mit ihren Beiträgen der Feier einen festlichen Charakter verliehen.
Bachelor Professional im Sozialwesen
Die Absolventinnen und Absolventen schließen ihre Ausbildung nicht nur als staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher ab – ihr Abschluss trägt seit der Aufwertung in den vergangenen Jahren auch den Titel „Bachelor Professional im Sozialwesen“, der die fachliche Gleichwertigkeit auf Stufe 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens bescheinigt.
Es verlässt nun ein Jahrgang die Schule, der mit Haltung, Fachwissen und dem Bewusstsein für seine gesellschaftliche Verantwortung in die Praxis gehen wird – bestens gerüstet für einen Beruf, den unsere Zeit dringend braucht.
Die Absolventinnen und Absolventen der beiden Abschlussklassen
FSS 23 Teilzeit:
Miriam De Rooij (Birkenfeld); Stephanie Staudt (Bruschied); Anna Elisa Harth (Bundenbach); Lena-Marie Berend (Herrstein); Lucy Helen Mayer (Hintertiefenbach); Ija Langmann (Hochstetten-Dhaun); Sarah Albrecht, Rana Daoud, Steffen Feodorov, Silke Kellner, Larissa Klein, Hannah Sophie Müller, Dennis Röder, Jasmin Schulz, Fatemeh Shahriari Kahkeshi, Oxana Speer, Luisa Ulrich (alle Idar-Oberstein); Jannik Dalheimer (Kempfeld); Christian Bürklen (Kirn); Marie Bendlage, Leonie Schäfer (beide Merxheim); Olga Kessler, Katharina Wesner, Nadine Zorn (alle Morbach); Melissa Haynes (Reichenbach); Laura Klein Martins (Rhaunen); Hanna Kuhn (Weiler bei Monzingen); Aurelia Sander (Wirschweiler)
FSS 23 Vollzeit:
Anna-Rosa Dreer-Manthey (Altlay); Hannah Reusch (Baumholder); Xenja Albert, Jennifer Ax, Selina Itermann (alle Birkenfeld); Thora Linnea Bönigk, Bianka Singh (beide Herborn); Lena Feis (Hoppstädten-Weiersbach); Luisa Winkler (Hottenbach); Yurany Stefanny Cardozo Sabogal, Stephanie Jambrecina (alle Idar-Oberstein); Loredana Barletta (Kirn); Emily Jahke (Mackenrodt); Mandy Michèle Lanfer (Morbach); Monika Schmaus, Pia Zimmermann (beide Oberkirn); Alina Rohr (Ruschberg); Michelle Lermen (Tholey); Giuseppina Susanne Krieger (Vollmersbach)






