HBF-Abschlussfeier 2014: 67 Schüler erwarben ihr Fachabitur

Gruppenbild des gesamten Abschlussjahrgangs

Die Absolventen der Klasse HBFO 12a

Die Absolventen der Klasse HBFO 12b

Die Absolventen der Klasse HBFO 12c

Nach den Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums wurden an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft jetzt weitere 67 Schülerinnen und Schüler höherer Bildungsgänge verabschiedet. Die Absolventen der Höheren Berufsfachschule (60) und der Berufsoberschule I (7) haben mit ihrem „Fachabitur“ die Berechtigung für ein Fachhochschulstudium erworben. 54 erreichten zusätzlich den Abschluss „Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent für Organisation und Officemanagement“.

Natalia Schinhofen am Klavier eröffnete die Abschlussfeier im Foyer der Schule mit „Te Deum Prelude“ von Marc-Antoine Charpentier. Schulleiter Fred Mildenberger dankte den Eltern für die unermüdliche Unterstützung ihrer Kinder auf deren langem Bildungsweg. In seiner Begrüßungsrede ging er auf die Veränderungen der deutschen Sprache seit der ersten Ausgabe des Dudens im Jahr 1880 bis zur neuesten Auflage 2014 ein. Die Anzahl englischstämmiger Wörter hätte sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts mehr als verzehnfacht. „Morgens beim Toast schon die Mails checken, am Workplace schon die To-do-Liste abarbeiten, und danach beim Body-Work-Out oder Sale relaxen, um die Life-Balance nicht zu gefährden“. Die deutsche Sprache habe aber auch eine ganze Reihe von Scheinanglizismen entwickelt, Wörter, die englisch klingen, aber es nicht wirklich sind. „In Großbritannien telefoniert keiner mit dem Handy, sondern nur mit dem Mobile Phone oder dem Cell Phone. Der vornehme Brite trägt zu besonderen Anlässen keinen Smoking sondern ein Dinner Jacket. Anschließend entspannt er sich nicht etwa im Whirlpool sonder im Jacuzzi. Und wenn er zum Public Viewing geht, sieht er keinen Fußball, sondern die öffentliche Aufbahrung eines Toten.“

In seiner Ansprache beschäftigte sich Oberstudienrat Willi Niklas mit dem schulischen und weiteren Lebensweg der Absolventen: „Zwei Jahre haben wir Sie hier begleitet und Sie haben es geschafft. Bob Marley sang: good friends we lost - good friends we found along the way”. Er gratulierte zur Fachhochschulreife, schulischer Teil, zum Staatlich geprüften Assistenten und auch zu neuen Ausbildungsplätzen. Die Absolventen hätten gute Aussichten, im Leben zu bestehen. Auf ihrem weitern Weg würden ihnen viele verschiedene Menschen begegnen, wie es ein griechischer Philosoph, der vor Athen spazierte, an einer kleinen Anekdote verdeutlicht hat. Auf die Frage eines Wanderers aus Korinth, wie die Menschen in Athen seien, fragte er zurück, wie denn seine Nachbarn in Korinth waren. „Es waren nette Menschen, hilfsbereit fröhlich und man feierte viel gemeinsam.“ „Solche Menschen wirst du auch in Athen treffen“, antwortete der Philosoph. Ein anderer Wanderer aus Korinth stellte dieselbe Frage und er antwortete mit derselben Rückfrage. „All die Nachbarn waren egoistisch, unfreundlich und gleichgültig“, meinte der Korinther. Die Antwort des Philosophen: „Solche Menschen wirst du auch in Athen treffen.“ Bezogen auf diesen Sachverhalt appellierte Niklas an die Absolventen: „Die Zukunft ist die Ihre, es ist an Ihnen, etwas daraus zu machen“.

Passend zum Redebeitrag leitete Natalia Schinhofen am Klavier mit „My Way“ zur Auszeichnung der besten Absolventen über. Abteilungsleiter Wolfgang Müller überreichte im Namen des Fördervereins der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Buchgutscheine für besondere Leistungen an Katharina Silko (HBF O 12a) und Katrin Berkle (HBF O 12 c). Annika Becker und Chantal Loose (beide BOS I 13) hatten ihre Auszeichnungen bereits bei einer gemeinsamen Feier der Berufsbildenden Schulen Wirtschaft und Technik erhalten.

Klassenweise erhielten die Absolventen der Höheren Berufsfachschule dann von ihren Klassenlehrern Marc Feis, Willi Niklas, Rainer Stablo und Schulleiter Fred Mildenberger ihre Abschlusszeugnisse.

Lesen Sie diesbezüglich auch die Berichterstattung der Nahe-Zeitung.