DGB-Jugend Rheinland-Pfalz an der BBS Wirtschaft

Nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte!

Auf durchweg positives Echo stieß bei den Auszubildenden aus drei Berufsschulklassen im zweiten Ausbildungsjahr die Veranstaltung unter dem Titel „Demokratie und Mitbestimmung“. Von der 1. bis zur 6. Stunde wurden angehenden Fachkräften für Lagerlogistik und Verkäufern sowohl ausbildungs- als auch prüfungsrelevante Themen wie die Geltung und Entstehung von Tarifverträgen, Struktur, Aufgaben und Ziele von Gewerkschaften, betriebliche Mitbestimmung und Rechte in der Ausbildung vermittelt. Dabei legte das junge und sehr engagierte Team der überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter großen Wert darauf, mit den Schülern direkt ins Gespräch zu kommen und sie zu motivieren, sich aktiv und demokratisch in die Gestaltung ihrer Gesellschaft einzubringen. Demokratie, Mitbestimmung, Solidarität und Partizipation waren die Leitmotive des Seminars. „Für die Prüfungsvorbereitung nächstes Jahr ist das hier richtig super!“, meinte ein Schüler der Verkäuferklasse zufrieden.

Seit 2006 bietet man bundesweit dieses Projekt an. „Die Nachfrage steigt und wir sind stolz, dass Norbert Lammert unser Schirmherr ist. In vier Wochen erreichen wir etwa 2000 Schüler, die uns überwiegend ein positives Feedback geben. Sie spüren, dass wir sie wirklich ernst nehmen. Oft sind wir sogar die ersten, mit denen sie offen reden!“, so Frau Leurs, die mit ihrer Kollegin einen großen Informationsstand auf dem Pausenhof aufgebaut hat, der von zunächst etwas scheuen Schülern besucht wird. Wert lege man auf eine vertrauliche Atmosphäre, wenn es um Probleme in der Aus-bildung geht. Anonym können die Schüler ihr Anliegen schildern, was dann in der Gruppe besprochen wird.

„Solche Veranstaltungen wie heute sind für Auszubildende unheimlich wichtig!“, so Christian Busch, Gewerkschaftssekretär aus dem Bereich Jugend von ver.di. „Was ich leider immer wieder von Auszubildenden zu hören bekomme, ist erschreckend. Wir geben gezielt Strategien der Konfliktlö-sung in die Hand, beraten, hören zu und stärken die Auszubildenden!“, erklärt er weiter.
Schulleiter Fred Mildenberger betont, dass man sehr großen Wert auf den Dialog mit den dualen Partnern lege und einen guten Kontakt mit den Betrieben pflegt. Den jungen Menschen soll ein gelungener Einstieg in das Berufsleben gegeben werden, was auch Aufgabe der Berufsschule ist.
Und so bringt es ein Teilnehmer gegen Ende auf den Punkt: „Probleme gibt es hin und wieder mal. Aber wenn man weiß, wie man sie auch selber lösen kann oder wo man Hilfen kriegt, ist man schon ein gutes Stück weiter. Ich bin zufrieden mit meiner Ausbildung!“

Lesen Sie diesbezüglich auch die Berichterstattung der Stadtfacette