DGB-Jugend macht Station in Berufsschule

Über die Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmung und die Rolle der Gewerkschaften für Arbeitnehmer informierte das DGB-Team.

Welche Rechte habe ich als Auszubildender und wer unterstützt mich bei Problemen in der Ausbildung? Ja, darf ich gar streiken?

Seit 2006 geht die Gewerkschaftsjugend auf Berufsschultour in Rheinland-Pfalz. In vier bis fünf Wochen werden dabei etwa 20 Schulen besucht. Auch an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Idar-Oberstein machte sie nun Station und brachte Auszubildenden im zweiten Lehrjahr die Bedeutung betrieblicher Mitbestimmung und die eigenen Möglichkeiten sich zu engagieren nahe.
In sechs Schulstunden wurden angehenden Großhandelskaufleuten, Verkäufern und Kaufleuten für Büromanagement sowohl ausbildungs- als auch prüfungsrelevante Themen vermittelt. Man sehe sich dabei ausdrücklich als „Partner der Berufsschule und der beruflichen Bildung“ und wolle das soziale Engagement der Schüler fördern. Auch sei es ein Anliegen, Informationen zugänglich und Unterstützungsangebote transparenter zu machen.
Dabei legte das engagierte Team der überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiter großen Wert darauf, mit den Schülern direkt ins Gespräch zu kommen. Mitbestimmung, Solidarität und Partizipation waren die Leitmotive des Seminars.
„Die Schüler spüren, dass sie hier in einem vertrauten und kompetenten Kreis ernst genommen werden und wir ihnen konkrete Hilfestellungen geben können!“, so ein Mitglied der DGB-Jugend. „Oft sind wir die ersten, mit denen sie sich trauen, offen ihre Probleme in der Ausbildung zu schildern. Wir hören zu und tragen nichts weiter!“
Großen Anklang fand auch der Informationsstand, der in der Pausenhalle für alle Schüler aufgebaut worden war. Beratungsangebote wurden interessiert angenommen.
Abteilungsleiter Jürgen Klein und Schulleiter Fred Mildenberger zeigten sich ebenfalls zufrieden mit der Gestaltung und dem Verlauf. Man lege sehr großen Wert darauf, den offenen Dialog mit den Ausbildungsbetrieben zu pflegen und nutze gern dieses Angebot der DGB-Jugend, damit junge Menschen motiviert würden, sich aktiv und demokratisch am Arbeitsplatz und darüber hinaus einzubringen.
Ein Berufsschüler brachte es gegen Ende auf den Punkt, indem er zufrieden äußerte: „Sicher gibt es hin und wieder mal Probleme. Aber wenn man weiß, wie man sie lösen kann und wo man konkrete Hilfen bekommt, dann gibt das einem schon ein gutes Gefühl der Sicherheit und der Unterstützung.“