Autorenlesung mit Jochen Till an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft

Jochen Till (rechts) und Linus König (links) lesen an der Berufsbildenden Schule Wirtschaft unter anderem „Bekenntnisse eines Serienjunkies“.

Das Stadtjugendamt Idar-Oberstein organisierte in der Berufsbildenden Schule Wirtschaft im Rahmen der Lesewoche mit Hilfe von Studienrätin Rita Rittmann eine kurzweilige Lesung. Zwei Stunden lang folgten Berufsschul-, Berufsfachschul- und Fachabiturklassen interessiert den Erzählungen des Jugendbuchautors Jochen Till und den anschaulichen Lesungen des Leiters des Theaters Landungsbrücken/Frankfurt Linus König. Die Schüler konnten wählen, ob sie sich in dem Autor wiederfinden, der in der zehnten Klasse schon seinen Führerschein hatte, oder in dem Vorleser, der in 13 Schuljahren lediglich zwei entschuldigte Fehltage hatte und zwei Studiengänge in Rekordzeit abschloss. Es war interessant, einen Einblick in die Literaturszene zu bekommen und zu erfahren, wie autobiographische Elemente zu Literatur werden. Der ursprüngliche Plan Jochen Tills war, Rockstar zu werden, aber um aus Liebe eine Freundin zu beeindrucken, wurde er zum Schriftsteller. Die Freundin war weg, das Schreiben blieb.

Die Schüler der Berufsbildenden Schule Wirtschaft hörten, wie der Dackel Linus, der Jochen Tills Großmutter gehört hatte, im Frankfurter Stadtpark einen faustgroßen Klumpen Hasch fraß. Der Dackel Linus fand sich später als Dackel Käthchen im ersten Kapitel seines Buches „Der junge Sonnenschein“ wieder. Die Klassen verfolgten die Schwierigkeiten eines Autors mit der Zensur und die Leiden des ehemaligen Schlagzeugers von Punkbands, an falschen Klappentexten und grauenhaft einschläfernden Buchdeckeln. Zum Schluss gab es noch eine Lesung aus den „Bekenntnissen eines Serienjunkies“ dem ,spoilerlosen schwersubjektiven auf Serienneugierigmacher´, wo „Nerds“ als ,possierliche und kontaktlose Klugscheißer` definiert werden.

Die Schüler hätten sich gerne noch Weiteres vorlesen lassen und einige haben schon Bücher bestellt, eine gelungene Lesung, in Schülerworten: „Übelst NICE“ (S. Wayne).

Lesen Sie diesbezüglich auch die Berichterstattungen der lokalen Zeitungen .