Abschlusskonferenz zum Comenius-Regio-Projekt "Trier-Prag"

Frau Präsidentin Dagmar Barzen begrüßte zusammen mit dem ADD Schulabteilungsleiter, Herrn Klaus-Günter Süßmann anlässlich der Abschlusskonferenz des Comenius-Regio-Projekts "Europa verbinden - Trier-Prag, eine historische Radwanderung als handlungsorientiertes Bildungskonzept" auch wieder zahlreiche Gäste aus Mittelböhmen.

Das Projekt neigt sich nach fast zwei Jahren dem Ende zu und alle Partner der Naheland-Touristik Kirn, der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Idar-Oberstein, des Radsportvereins „Blitz“ Idar-Oberstein, der Schulverwaltung Mittelböhmen, des Instituts für Lehrerfortbildung VISK in Prag und der Wirtschaftsakademie OAP Pribram, die seit 2006 auch Partnerschule der Berufsbildenden Schule Wirtschaft ist, trafen sich zu einer Abschlussbesprechung.

Stellvertretend für alle tschechischen Partner/Gäste wurden Mgr. Ingrid Vavrinkova (Mittelböhmische Schulverwaltung Prag), RNDr. Marcela Blazkova (Schulleiterin Wirtschaftsakademie Pribram) und Mgr. Jiri Holy (Leiter des Lehrerfortbildungsinstituts Mittelböhmen „VISK“) begrüßt.

In den letzten 20 Monaten haben mehr als die seitens der EU geforderten 24 Mobilitäten in beide Regionen stattgefunden, auch an Wochenenden und in den Ferien stellten sich die Projektpartner auf neue Gegebenheiten und Umstände im Rahmen des Projekts ein.

Das vorläufige Ergebnis in Form einer Arbeitsbroschüre/Materialsammlung liegt vor und wurde von Frau Marketa Cerovska (Wirtschaftsakademie Pribram) und Herrn Michael Pelke (Berufsbildende Schule Idar-Oberstein) präsentiert. Das Thema des Projekts geht u. a. darauf zurück, dass Karl IV (ihm sind die berühmte Prager Brücke und die erste Universität Europas in Prag zu verdanken) seine familiären Wurzeln in unserer Region Luxemburg/ Trier hatte. Herr Dr. Hans-Joachim Kann hielt dazu einen Fachvortrag und verdeutlichte eindrucksvoll den Lebenslauf von Karls Vater, Johann der Blinde von Luxemburg.

Aber es gibt auch andere Gemeinsamkeiten seit dem Mittelalter zwischen Rheinland-Pfalz und Mittelböhmen; zuletzt entstand 2003 das Vierernetzwerk mit unserem Bundesland (außerdem Dijon und Oppeln).

Am wichtigsten ist vielleicht, Geschichte auf diese Art im wahrsten Sinne des Wortes für die Jugend und andere „erfahrbar“ zu machen. Historische Bildung bzw. Trennendes und Gemeinsames in der Geschichte Europas wird durch diese didaktisch-methodischen Ansätze interessanter vermittelbar.

Auf einer tschechischen Abschlusskonferenz hatte es sich der „Hauptmann“ der Mittelböhmischen Region, MVDr. Josef Řihák, Hejtman Středočeský kraj, am 2. Mai 2014 nicht nehmen lassen, der Veranstaltung in Pribram beizuwohnen und die Zusammenarbeit der Projektpartner zu würdigen. Dabei betonte er die Wichtigkeit, auf Gemeinsamkeiten in der Geschichte beider Länder hinzuweisen und gemeinsame historische Wurzeln darzustellen. Das Projekt bewertete er dabei als besonders geeignet, Begegnungen und Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und Mittelböhmen zu fördern. Für die Zukunft wünschte er sich wie alle Anwesenden auch eine Fortführung solcher Projekte, die im Sinne Tschechiens Mitgliedschaft in der Europäischen Union sind.

Dies war auch der Wunsch der Konferenzteilnehmer im Kurfürstlichen Palais und nach einem Austausch über mögliche Zukunftsperspektiven wurde ein „römisch“ zubereitetes Essen eingenommen, was zu dem Startort der historischen Rad-Wanderstrecke Trier passte.