Abi-Feier 2014

Gruppenbild des gesamten Abiturjahrgangs

Die Abiturienten der Klasse BGY11a

Die Abiturienten der Klasse BGY11b

Das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife konnten 29 Abiturientinnen und Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums am Freitagabend im Foyer der Berufsbil-denden Schule Wirtschaft von Oberstudiendirektor Fred Mildenberger entgegen-nehmen.

In seiner Begrüßungsrede befasste sich der Schulleiter mit dem „Rohstoff Bildung“, der in Sonntagsreden gern als wichtigster bezeichnet würde, um dann montags wieder vergessen zu sein. Pisa und Bologna hätten zu einer Verengung des Bildungsverständnisses geführt. „Wir produzieren Profis, keine Persönlichkeiten. Und diese Generation Halbwissen drängt allmählich an die Schaltstellen von Wirtschaft und Gesellschaft.“ Es sei nicht so, dass die jungen Menschen alle dümmer wären als früher. In einer Welt, in der das einzige Beständige, die Unbeständigkeit ist, würden auswendig gelernte Formeln und Wissen nur noch begrenzt helfen. „Wir müssen deshalb wieder zurück zur akademischen Persönlichkeitsbildung“. Dank Bologna studiere man zwar europäisch einheitlich, könne aber kaum von Mainz nach Frankfurt wechseln, weil die Studiengänge so unterschiedlich sind. Eine Gesellschaft bekäme die Bildung, die sie verdient. „Die Durchschnittsgröße einer Schule beim Pisa-Weltmeister Finnland liegt bei sechzig Schülern. Kinder haben keine Lobby. Bildungsausgaben sind keine Sozialausgaben, sondern Zukunftsinvestitionen!“ so der Schulleiter.

Mit dem Gesangsbeitrag „The Winner Takes It All“ leitete Natalia Schinhofen am Klavier zur Ansprache von Oberstudienrätin Barbara Moser über.

Frau Moser dankte all denen, die die Abiturienten auf ihrem Weg begleitet haben, sie immer unterstützten: Sei es mit Babyfläschchen, Fahrten zum Sporttraining oder einem geliehenen Schlafsack für Rock am Ring. Um ein Kind großzuziehen, braucht es nach einem afrikanischen Sprichwort ein ganzes Dorf, um einen Abiturjahrgang wachsen zu lassen, braucht es eine ganze Welt.
1070 Tage waren die Schüler Teil der Schulgemeinschaft und so unterschiedlich wie ihr Abitur, so unterschiedlich waren auch ihre Persönlichkeiten und ihre Wege zum Abschluss. Es gab einen amüsanten und nachdenklichen Rückblick auf die Studien- und Klassenfahrten, Wettbewerbe und Projekte, Kinobesuche und Theateraufführungen, auch auf die Inszenierungen des Schulalltags: „Der Bus hatte Verspätung.“ als Entschuldigung eines mit dem eigenen Auto fahrenden Schülers. Zum Abschluss zitierte Barbara Moser Gustav Heinemann, den dritten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland: „Nicht der Krieg, sondern der Friede ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben.“ und wünschte allen Absolventen, ihre neue Freiheit zu nutzen, sie selbstverantwortlich zu definieren und sich Erinnerungen zu schaffen, die es wert sind, sie zu bewahren.

Nach Ausgabe der Zeugnisse durch die Kursleiter Gudrun Zizak und Dr. Klaus Fuhs überreichten Studiendirektor Manfred Dory und Achim Dreher vom Förderverein der Schule an Viktoria Thomas den Buchpreis des Ministeriums. Kevin Hoffmann, Chris-tina Petsch und Lisa-Marie Marx wurden für sehr gute schulische Leistungen ausge-zeichnet. Die Pierre de Coubertin Medaille des Landessportbundes erhielt Jan-Philipp Brauner für besonders gute sportlichen Leistungen und sein Engagement für die Schulgemeinschaft.

Mit „My Way”, erneut dargeboten von Natalia Schinhofen am Klavier, endete eine auch musikalisch stilvoll gestaltete Abschlussfeier. Beim anschließenden Abiturball in Fischbach feierten die Abiturienten zusammen mit Lehrern, Eltern, Verwandten und Freunden weiter bis in die frühen Morgenstunden.

Lesen Sie diesbezüglich auch die Berichterstattung der Nahe-Zeitung.