Höhere Berufsfachschule

Fachrichtung Wirtschaft (ab Schuljahr 2019/2020*)
Fachrichtung Sozialassistenz (ab Schuljahr 2019/2020*)

 

1. Zielsetzung

Die Höhere Berufsfachschule (HBF) wendet sich an junge Menschen, die ihre berufliche und allgemeine Handlungskompetenz erweitern wollen, um eine Ausbildungsstelle zu finden, die ihren Neigungen entspricht. Sie führt einerseits zu einer Berufsqualifizierung mit einer qualitativ hochwertigen und bundesweit anerkannten Ausbildung. Andererseits bietet die Höhere Berufsfachschule die Möglichkeit innerhalb von 2 Jahren die Fachhochschulreife zu machen, um an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften studieren zu können.

Der fakultative Fachhochschulreife-Unterricht steht allen HBF-Schülerinnen und -Schülern ohne Zugangsbeschränkung über Vornoten offen. Abmeldungen sind in der Regel zum Halbjahr der Klasse 11 möglich.

 

2. Aufnahmevoraussetzungen

In die Fachrichtung „Wirtschaft“ und „Sozialassistenz“ kann aufgenommen werden, wer den qualifizierten Sekundarabschluss I (mittlere Reife) nachweist.

 

3. Unterrichtsorganisation & Stundentafel

Die Höhere Berufsfachschule dauert zwei Jahre. In Klasse 11 ist ein Praktikum (siehe Punkt 4) an zwei Tagen pro Woche während der Schulzeit vorgesehen.

Der Unterricht gliedert sich in berufsübergreifende und berufsbezogene Fächer. Der berufsbezogene Unterricht ist in Lernbereiche eingeteilt, die an realen Situationen im betrieblichen Umfeld anknüpfen.

Unterrichtsfächer Durchschnittliche Stundenzahl/Woche
A. Assistenzabschluss (29)
Berufsbezogener Unterricht 1) 26
Berufsübergreifender Unterricht 3
B. Fachhochschulreife (7,5)
Deutsch 1,5
Mathematik 2
Englisch 2
Sozialkunde 1
Physik, Chemie oder Biologie 1
C. Zusatzqualifikation (2)
Zweite Fremdsprache 2


1) Im berufsbezogenen Lernbereich unterscheiden sich die Fachrichtungen. Er ist in Lernfelder gegliedert. Verteilt auf diese Lernfelder werden Inhalte vermittelt, die folgende Sachgebiete abdecken:

Wirtschaft: BWL, Rechnungswesen, Datenverarbeitung und Textverarbeitung.

  • Lernfelder (Beispiele):

    • Multifunktionale Arbeitsplätze effizient organisieren
    • Aufträge kundenorientiert bearbeiten
    • Innovative Marketingkonzepte entwickeln
    • Personalwirtschaftliche Prozesse gestalten

 

Sozialassistenz: Entwicklungspsychologie, Sozialpädagogik, Pflege und Hauswirtschaft.

  • Lernfelder (Beispiele):

    • Kindliche Bildungs- und Entwicklungsprozesse beobachten, verstehen und anregen
    • Musische und gestalterische Bildungsprozesse ermöglichen
    • Gesundheitsfördernde Ernährung unterstützen und hauswirtschaftliche Tätigkeiten durchführen
    • Gesundheitsfördernde und pflegerische Tätigkeiten durchführen, anleiten und begleiten

 

4. Praktika

In Klasse 11 findet an 2 Tagen pro Woche (Montag und Dienstag oder Mittwoch und Donnerstag) ein einschlägiges, gelenktes Praktikum statt. Hierzu ist es erforderlich, dass ein Praktikumsvertrag mit einem geeigneten Betrieb geschlossen wird. Das Praktikum beginnt am ersten Schultag nach den Sommerferien und endet am letzten Schultag vor den Sommerferien. Eine Kopie des Vertrages soll bis Ende Mai bei der Schule eingereicht werden. Nähere Informationen hierzu finden sich im Bereich „Downloads“

Praktikumsbetriebe Sozialassistenz

Praktikumsbetriebe Wirtschaft
 

5. Abschlüsse

  • „Staatlich geprüfte(r) Assistent(in) für Wirtschaft“ bzw. „Staatlich geprüfte(r) Sozialassistent(in)
  • Fachhochschulreife
    Die Schülerinnen und Schüler, die den Fachhochschulreifeunterricht besucht haben, können am Ende des zweiten Schuljahres an der Fachhochschulreifeprüfung teilnehmen.
     

Für die Zulassung zur Prüfung muss der Nachweis erbracht werden, dass das vorgeschriebene Praktikum absolviert und mit mindestens ausreichend beurteilt wurde.

Die Assistenten-Prüfung gliedert sich in

  • eine schriftliche Prüfung (vier Aufsichtsarbeiten)
  • eine praktische Prüfung

Die Fachhochschulreifeprüfung erstreckt sich auf die Fächer

  • Deutsch
  • Mathematik
  • Englisch

 

6. Bundesausbildungsförderungsgesetz

Bei der Kreisverwaltung Birkenfeld (Amt für Ausbildungsförderung) kann ggf. ein BAföG-Antrag gestellt werden.