Fachschule Sozialwesen - Fachrichtung Sozialpädagogik

Sie interessieren sich für die Ausbildung zum/r „Staatlich anerkannten Erzieher/in“?

Wir bieten ab dem Schuljahr 2021/22 die Ausbildung als Vollzeit- oder als Teilzeitmodell an!

Ausbildungsziel ist die Befähigung, Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben zu übernehmen und in allen sozialpädagogischen Bereichen als Erzieherinnen und Erzieher selbstständig und eigenverantwortlich zu handeln. Die Erzieherfachschule vermittelt das Grundlagenwissen, das eine sozialpädagogische Fachkraft in Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Jugendarbeit benötigt.

Kinder zu erziehen, ihnen dabei zu helfen, ihre Welt zu erforschen, und sie auf ihrem Weg zum Erwachsensein zu begleiten, das ist eine Aufgabe, die Erzieher/innen übernehmen.

Wenn Sie sich gerne mit Kindern beschäftigen, Antworten auf ihre Fragen als Herausforderung und nicht als Anstrengung empfinden, wenn Sie die Arbeit in diesem Bereich reizt und Sie die Bereitschaft und Fähigkeit zur Diskussion und Selbstreflexion mitbringen, mit anderen zusammenarbeiten können und wollen, aufgeschlossen gegenüber neuen Gedanken, Gefühlen, Einstellungen und Ideen sind, Lernprozesse aktiv mitgestalten wollen, Interesse an der Erweiterung Ihres Sprech- und Sprachvermögens haben, sich selbständig und ohne Aufforderung in die Lernprozesse einbringen wollen, dann könnte der verantwortungsvolle Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers für Sie eine zukunftsweisende Perspektive sein.

 

Folgende Arbeitsfelder für Erzieher/innen sind möglich

  • Kindertageseinrichtungen (Kindergarten, Kindertagesstätte, Kinderhort)
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
  • Einrichtung der Jugendarbeit
  • Ganztagsschulen
  • Förderschulen
  • sonderpädagogische Einrichtungen
  • integrative Kindertagesstätten
  • Tagespflege


Lehrplan für die Fachschule Sozialwesen - Fachrichtung: Sozialpädagogik

Rahmenlehrplan für das Berufspraktikum - Fachschule Sozialwesen - Fachrichtung: Sozialpädagogik


Mit bestandener Abschlussprüfung wird gleichzeitig die Fachhochschulreife für Rheinland-Pfalz erworben.

 

Die Zulassungsvoraussetzungen sind

  • die mittlere Reife (qualifizierter Sekundarabschluss I) und

    • eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer (z. B. den Abschluss der Höheren Berufsfachschule Sozialassistenz) oder
    • eine mindestens dreijährige hauptberufliche einschlägige Tätigkeit oder der Abschluss einer mindestens der Laufbahn des mittleren Dienstes gleichwertigen Ausbildung in einem Beamtenverhältnis oder
    • die mindestens dreijährige Führung eines Familienhaushaltes mit mindestens einem Kind (Darauf angerechnet werden können ein freiwilliges soziales Jahr, der Bundesfreiwilligendienst und ehrenamtliche einschlägige Tätigkeiten.) oder
    • die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife und eine einschlägige praktische Tätigkeit von mindestens vier Monaten (Darauf angerechnet werden können ein freiwilliges soziales Jahr, der Bundesfreiwilligendienst und ehrenamtliche einschlägige Tätigkeiten.)

Sie erfüllen diese Voraussetzungen? Dann müssen Sie sich noch für das passende Modell entscheiden.

 

Welche Ausbildungsmodelle werden angeboten?

Sie können wählen zwischen Vollzeit- und Teilzeitmodell.

  1. Vollzeitausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher:
    Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Schuljahre. Die ersten zwei Jahre finden an 5 Tagen pro Woche in der Fachschule statt. Daran schließt sich das einjährige Berufspraktikum in einer geeigneten Ausbildungsstätte an.
     
  2. Teilzeitausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher:
    Die Ausbildung dauert maximal 5 Schuljahre, je nachdem welche Form der Teilzeitausbildung Sie wählen:

    • Teilzeitausbildung mit integriertem Berufspraktikum
      Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Schuljahre, wobei Sie über die komplette Zeit nur an 2 Tagen pro Woche die Fachschule besuchen; gleichzeitig haben Sie einen Nachweis über ein Beschäftigungsverhältnis im sozialpädagogischen Bereich über mindestens 19,5 Wochenstunden (Arbeitsvertrag), der bis spätestens zum Schuljahresbeginn bei der Fachschule zur Genehmigung vorgelegt werden muss.
    • Teilzeitausbildung mit anschließendem Berufspraktikum
      Die Ausbildung dauert insgesamt maximal 5 Schuljahre. Die ersten 3 Jahre besuchen Sie nur an 2 Tagen pro Woche die Fachschule; im Anschluss absolvieren Sie das Berufspraktikum in Vollzeit (1 Jahr) oder in Teilzeit (2 Jahre).

 

Welche Module beinhaltet die Ausbildung?

Im Lehrplan der Fachschule Sozialwesen sind folgende Module vorgesehen:

Lernmodul 1: Eine professionelle Haltung in der Berufsausbildung entwickeln
Lernmodul 2: Kommunikation, Lern- und Arbeitstechniken
Lernmodul 3: Berufsbezogene Kommunikation in einer Fremdsprache
Lernmodul 4: Erziehungs- und Bildungsauftrag im gesellschaftspolitischen Kontext umsetzen
Lernmodul 5: Entwicklungsprozesse beobachten, reflektieren und dokumentieren
Lernmodul 6: Ganzheitliche Entwicklung in den Bereichen Gesundheit und  Bewegung fördern und lebenspraktische Tätigkeiten anleiten
Lernmodul 7: Bildungsprozesse anregen und unterstützen
Lernmodul 8: Persönlichkeitsentwicklung durch ästhetische Erziehung, kreatives Gestalten, Musik und Rhythmik fördern
Lernmodul 9 a: Prozesse religiöser Bildung und Erziehung gestalten (evangelische Religion/ Religionspädagogik)
Lernmodul 9 b: Prozesse religiöser Bildung und Erziehung gestalten (katholische Religion/ Religionspädagogik)
Lernmodul 10: Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kindertagesstätten gestalten
Lernmodul 11: Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Kinder- und Jugendarbeit  und in den Hilfen zur Erziehung gestalten
Lernmodul 12: Erziehungs- und Bildungsprozesse in der Arbeit mit beeinträchtigten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gestalten
Lernmodul 13: Abschlussprojekt

 

Wird für die Ausbildung finanzielle Hilfe nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz geleistet?

Bei der Kreisverwaltung Birkenfeld (Amt für Ausbildungsförderung) kann ggf. ein BAföG-Antrag gestellt werden.