Start des internationalen Erasmus+ Projekts „Festival of Traditions“

Groß war die Freude aller Teilnehmer, sich nach pandemiebedingter Abstinenz endlich wieder in einem Vor-Ort-Meeting persönlich begegnen zu können. Zum Start des Erasmus+ Projekts „Festival of Traditions“, dessen Schwerpunkt vor allem auf traditioneller Fertigung und Gestaltung liegt, kamen beim Kick-off-Meeting vom 18.-22.10.2021 Lehrer aus sechs europäischen Ländern zusammen, um im kroatischen Pula erste Kontakte zwischen den teilnehmenden Schulen aus der Tschechei, der Slowakei, Rumänien, Kroatien, Italien und Deutschland zu knüpfen.

Um einen möglichst intensiven und konstruktiven Austausch zu ermöglichen, wurden zunächst Zeit- und Mobilitätspläne erstellt und Projektziele formuliert: Der Fokus soll neben dem Kennenlernen und Verstehen anderer Kulturen vor allem auf dem Transfer von Handwerkstechniken und Lehrmethoden liegen. So wird es jeweils 4 Schülern und 2 Lehrern pro Land über einen Zeitraum von 2 Jahren ermöglicht, jeweils 5 Tage im Ausland zu verbringen, um sich dort in Workshops nachhaltig in neuen Techniken weiterzubilden und mittels Stadt- und Betriebsführungen in die Arbeitsweisen und Kultur innerhalb der unterschiedlichen Regionen Europas einzutauchen.

Die Teilnehmer verständigten sich zudem auf eine gemeinsame Außendarstellung in Form eines eigens für das Projekt kreierten Logos, welches auch den Rahmen für eine Wanderausstellung bildet, in welcher typische Eigenarten und Spezialitäten der jeweiligen Regionen Europas dargestellt werden und in der die teilnehmenden Schüler eigene, traditionell gefertigte Kreationen präsentieren.

Einen ersten Eindruck istrischer Traditionen konnten die Teilnehmer bei dem Besuch einer Ölmühle unter Verköstigung frisch gepressten Olivenöls erhalten: Handverlesen und ohne Zusatzstoffe innerhalb weniger Stunden abgefüllt, war die hohe Qualität nicht nur dort, sondern auch beim Käse der nahegelegenen Molkerei deutlich zu schmecken. Ein Besuch der Schule für Gestaltung vor Ort zeigte zudem, wie inspirierend die Kombination von Natur und Kultur für Handwerk und Design sein kann und dass traditionelle Techniken wie Weben und Sticken in moderner Textilgestaltung neu interpretiert immer noch einen starken Reiz ausüben können.

Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert und planen nun voller Tatendrang ihren Beitrag zum Projekt.

Das „Festival of Traditions“ wird auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein und macht voraussichtlich im März 2022 in Idar-Oberstein Halt.