BBS Idar-Oberstein in Island

In der 2. Woche der Herbstferien nahmen 18 Lehrer unterschiedlicher rheinlandpfälzischer berufsbildender Schulen an einer von ERASMUS+ geförderten Projektmanagement-Fortbildung mit Schwerpunkt Sanitär, Heizung & Klimatechnik in Reykjavik, Island teil. Federführend für die Organisation war Frau Birgit Krauß von der BBS Bad Dürkheim. Die Berufsbildende Schule Idar-Oberstein wurde durch Studienrat Jan Lamberty und Oberstudienrat Bernd Gauch vertreten.

Auf dem Programm standen neben theoretischen Inhalten zum ERASMUS+-Programm, das Kennenlernen potenzieller zukünftiger Projektpartner, die Besichtigung von ausgewählten landestypischen Industrieanlagen zur Energiegewinnung, die Besichtigungen von Schulen und das Kennenlernen des isländischen Bildungssystems und touristischer Highlights der Region.

Unter dem Motto „SHK goes Europe“ trafen sich die rheinlandpfälzischen Lehrer mit Teilnehmern vom Kurs „International Project Management“ aus Slowenien, Frankreich, Italien und Spanien. Auf dem Programm stand eine Einführung in die Plattform eTwinning, die für die zukünftige Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen von ERASMUS+-Projekten genutzt werden kann und soll. Zusätzlich steht die Plattform zur Suche von Partnern, für die Anbahnung zukünftiger Projekte und zur Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen zur Verfügung.

Die Fortbildungsgruppe der Berufsbildenden Schulen besuchte während ihres Aufenthalts in Island das Perlan in Reykjavik. Das Gebäude besteht aus einer riesigen Glaskuppel, die auf sechs Fernwärmetanks ruht, die jeweils etwa 4 Millionen Liter geothermisches Wasser aufnehmen können. Die Perle ist ein Stahlfachwerkhaus, aber das Stahlfachwerk hat eine andere Funktion als das Verbinden von Fernwärmetanks und das Bilden eines gewölbten Daches. Der innen hohle Rahmen ist die Ofenanlage von Perlan. An kalten Wintertagen fließt heißes Wasser durch den Stahlrahmen, an den heißesten Sommertagen kaltes Wasser.

Ebenfalls auf dem Programm stand der Besuch des Geothermiekraftwerks Hellisheiði mit seiner Geothermie-Ausstellung. Nach der Besichtigung der Ausstellung gab es noch einen Stopp in der Hveradalir Geothermal Area. Heißes Wasser und Dampf treten an verschiedenen Stellen aus dem Boden.

Es ging bei dem Treffen auch um das gegenseitige Kennenlernen der Schulsysteme der einzelnen Länder. Dazu begab sich die Gruppe in eine isländische Berufsschule. Eine duale Ausbildung wie in Deutschland gibt es hier nicht, aber dafür die Möglichkeit den Ausbildungsverlauf individueller zu gestalten. Beim Besuch der Schule wurden dann auch die ersten Kontakte zu möglichen Partnern für zukünftige ERASMUS+Projekte geknüpft.